Johanniskraut ist ein pflanzliches Mittel, das oft gegen leichte Depressionen, Wechseljahresbeschwerden und PMS-Symptome eingesetzt wird. Du findest es als Kapseln mit pulverisierten Blättern und Blüten der Pflanze Hypericum perforatum.
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Wofür wird Johanniskraut verwendet?
Die Blüten und Blätter der Johanniskrautpflanze haben viele Wirkstoffe. Diese Wirkstoffe sorgen für einen Anstieg deines Serotonin- und Dopaminspiegels, also der sogenannten „Glückshormone”. Deshalb kann Johanniskraut helfen bei:
- leichter Depression,
- Symptomen der Prämenopause und Menopause,
- PMS.
Die übliche Dosis von Johanniskraut ist 300–400 mg dreimal täglich. Die Einnahme von Johanniskraut kann vor allem zu Beginn Kopfschmerzen, Magenverstimmung, Schwindel, Müdigkeit und Angstzustände verursachen. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin, bevor du neue Nahrungsergänzungsmittel einnimmst.
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Um mehr über die Wirkungsweise von Johanniskraut und die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu seinen Vorteilen, Nebenwirkungen und der richtigen Dosierung zu erfahren, lies den Artikel weiter.
Johanniskraut – Wirkungsweise
Johanniskraut ist eine Pflanze mit gelben Blüten, die ihren Namen daher hat, dass sie um die Zeit des Johannistags blüht. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Europa, ist aber weltweit verbreitet. Der Extrakt wird aus den Blüten und Blättern gewonnen und kann in Kapseln, Tinkturen, Gelen und verschiedenen anderen Formen verarbeitet werden.
Etwa 20 % der aus Johanniskraut extrahierten Verbindungen sind biologisch aktiv und lassen sich in mehrere Kategorien einteilen:
- Naphthodianthrone,
- Phloroglucinole,
- Flavonoide
- und ätherische Öle.
Die am häufigsten vorkommenden und wirksamsten gehören zur Kategorie der Naphthodianthrone, wie Hypericin, Hyperforin, Pseudohypericin, Isophypericin und Protohypericin. Johanniskraut-Extrakt enthält normalerweise bis zu 0,3 % Hypericin und Hyperforin.
Diese Verbindungen sind für die positive Wirkung von Johanniskraut bei Depressionen verantwortlich. Sie sorgen dafür, dass Serotonin und Dopamin an ihre Rezeptoren binden können und das Gehirn normal funktioniert (1).
Vorteile von Johanniskraut
Zahlreiche Studien haben die positive Wirkung von Johanniskraut bei leichten Depressionen bestätigt. Ein wissenschaftlicher Artikel fasste die Ergebnisse von mehr als 30 Studien zusammen und kam zu dem Schluss, dass Johanniskraut im Vergleich zu einem Placebo immer eine signifikante Wirkung bei der Bekämpfung der Symptome einer leichten bis mittelschweren Depression hatte. Es hatte auch eine ähnliche Wirkung wie gängige Antidepressiva (1).
Das Gleiche wurde bei PMS beobachtet, wo Johanniskraut bei körperlichen und Verhaltenssymptomen half (2). Johanniskraut wurde auch zur Behandlung von Symptomen der Menopause (z. B. Hitzewallungen) und der Postmenopause (z. B. Depressionen) eingesetzt (3, 4).
Derzeit gibt es keine Untersuchungen zur Wirkung von Johanniskraut auf die Gewichtsabnahme oder die Verbesserung des Hautbildes. Das bedeutet jedoch nicht, dass Johanniskraut bei diesen Beschwerden unwirksam ist.